Gut geschützt, persönlich beraten, direkt vor Ort: Apotheken im Rheinland unterstützen bundesweite Impf-Aktionswoche

Impfen schützt. Die Apotheke vor Ort macht es einfach. (Quelle: ABDA)

Schutzimpfungen zählen zu den wirksamsten Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge. Sie können schwere Krankheitsverläufe verhindern und gesundheitliche Risiken erheblich reduzieren. Damit möglichst viele Menschen davon profitieren, müssen Impfangebote vor allem gut erreichbar sein. Hier leisten die Apotheken vor Ort einen wichtigen Beitrag: Sie verbinden pharmazeutische Kompetenz und persönliche Beratung mit kurzen Wegen und der Möglichkeit, sich in immer mehr Apotheken direkt impfen zu lassen. Anlässlich der bundesweiten Impf-Aktionswoche vom 9. bis 15. November rücken viele Apotheken im Rheinand dieses Angebot verstärkt in den Mittelpunkt.

Die erstmals vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) initiierte Aktionswoche steht unter dem Motto „Sich und andere schützen“. Ziel ist es, über die Bedeutung von Schutzimpfungen aufzuklären und die Impfbereitschaft in der Bevölkerung zu stärken. Die Schirmherrschaft hat Dr. Christiane Schenderlein, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, übernommen.

Kurze Wege, persönliche Beratung, guter Impfschutz

„Wer sich impfen lassen möchte, sollte dafür möglichst wenig Hürden überwinden müssen“, erklärt Apotheker Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein. „Genau hier liegen die Stärken der Apotheke vor Ort: Sie ist gut erreichbar, genießt das Vertrauen der Menschen und bietet qualifizierte Beratung. In zahlreichen Apotheken können sich Erwachsene jetzt zudem direkt gegen Grippe und COVID-19 impfen lassen. So wird wichtige Gesundheitsvorsorge unkompliziert in den Alltag integriert.“

Dass dieses Angebot auf zunehmende Resonanz stößt, belegen die Impfzahlen: Bundesweit ließen sich in der Grippesaison 2025/2026 fast 220.000 Menschen in Apotheken gegen Influenza impfen. Allein im Rheinland wurden rund 27.000 Grippeimpfungen in Vor-Ort-Apotheken erfasst.

Auch eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) unterstreicht das Potenzial: Ein großer Teil der Bevölkerung kann sich vorstellen, Impfangebote in Apotheken zu nutzen.

Grippe und COVID-19: Schutz vor schweren Krankheitsverläufen

Insbesondere für ältere Menschen, chronisch Erkrankte und andere Risikogruppen können Grippe und COVID-19 schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Schutzimpfungen können das Risiko schwerer Krankheitsverläufe und damit verbundener Komplikationen deutlich senken.

„Grippe und COVID-19 werden in ihren möglichen Folgen noch immer unterschätzt“, betont Apotheker Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein e.V. „Gerade Menschen mit einem erhöhten gesundheitlichen Risiko sollten ihren Impfschutz deshalb regelmäßig überprüfen und empfohlene Impfungen rechtzeitig wahrnehmen. Die Apotheke vor Ort bietet dabei nicht nur fachkundige Beratung, sondern vielerorts auch die Möglichkeit, die Impfung unmittelbar durchführen zu lassen.“

„Bei euch piekt’s wohl“: Impfangebote bekannter machen

Um mehr Menschen auf die Impfmöglichkeiten in Apotheken aufmerksam zu machen, hat die ABDA Anfang Oktober zur Impfsaison 2026/2027 die bundesweite Kampagne „Bei euch piekt‘s wohl“ gestartet. Sie informiert über Grippe- und COVID-19-Impfungen in Apotheken. Während der Aktionswoche wird die Kampagne zusätzlich durch Online-Werbung und Beiträge in sozialen Netzwerken unterstützt.

„Viele Menschen wissen noch nicht, dass sie sich auch in vielen Apotheken vor Ort impfen lassen können“, sagt Apotheker Dr. Armin Hoffmann. „Mit der Kampagne möchten wir diese Informationslücke schließen und zeigen, wie einfach der Weg zum Impfschutz sein kann. Denn nur wer ein Angebot kennt, kann es auch nutzen.“

Unter www.die-apotheken.de können Interessierte gezielt nach Apotheken mit Impfangebot suchen. Die Website informiert zudem über die Bedeutung von Grippe- und COVID-19-Impfungen.

Apotheken stärken ihre Rolle in der Impfversorgung

In der Grippesaison 2025/2026 boten im Rheinland rund 500 Apotheken und damit mehr als ein Viertel aller Apotheken in dieser Region Grippeimpfungen an. Mit der Apothekenreform wird ihr Beitrag zur Gesundheitsvorsorge weiter ausgebaut. Entsprechend qualifizierte Apothekerinnen und Apotheker werden zukünftig bei Erwachsenen auch weitere Schutzimpfungen mit Impfstoffen durchführen dürfen, die keine Lebendimpfstoffe sind.

„Die Apotheke vor Ort ist längst mehr als eine Anlaufstelle für Arzneimittel. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der wohnortnahen Gesundheitsversorgung und kann gerade bei der Prävention viel bewirken“, erklärt Apotheker Thomas Preis. „Mit erweiterten Impfangeboten können wir noch mehr Menschen erreichen, Impflücken schließen und gemeinsam mit den anderen Gesundheitsberufen die Vorsorge nachhaltig stärken.“