PTA-Nachwuchs jetzt bundesweit sichern

AVNR und AKNR fordern umgehende Einführung der Schulgeldfreiheit für PTA gemäß Koalitionsvertrag

Der Apothekerverband und die Apothekerkammer in Nordrhein fordern Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in einem gemeinsamen Schreiben auf, die Schulgeldfreiheit für PTA gemäß Koalitionsvertrag jetzt umzusetzen. Aktuell erhalte man Hinweise aus dem Mitgliederkreis, dass PTA-Schülerinnen und Schüler aufgrund von krisenbedingten finanziellen Einkommensengpässen ihrer Eltern nicht mehr bei den Ausbildungskosten unterstützt werden können und infolgedessen ihre Ausbildung abbrechen.  
 
„Wir halten es daher gemäß der Festlegung im Koalitionsvertrag „Wir wollen das Schulgeld für die Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen abschaffen, so wie es in den Pflegeberufen bereits beschlossen wurden“ für dringend geboten, die Umsetzung der Schulgeldfreiheit für PTA mit sofortiger Wirkung parlamentarisch auf den Weg zu bringen“, betonen Thomas Preis, Vorsitzender Apothekerverband Nordrhein e.V. und Kammerpräsident Dr. Armin Hoffmann in ihrem Schreiben.

„Diese im Koalitionsvertrag beschlossene Schulgeldfreiheit für PTA umgehend umzusetzen, ist jetzt wichtiger denn je. Es wäre in dieser Krisensituation ein essentieller Beitrag zur bundesweiten Sicherung des PTA-Nachwuchses und somit zur Stärkung der Apothekenteams“, so Preis und Hoffmann.

Abschließend weisen beide darauf hin, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Vor-Ort-Apotheken mit ihrem heilberuflichen Wissen und außerordentlichem persönlichen Engagement sichern würden, oft bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit, die ordnungsgemäße Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung der Bevölkerung - direkt, persönlich, kompetent und umfassend.