Apothekerverbände in NRW im Dialog mit CDU-Landtagsfraktion

Gleichpreisigkeit bei Arzneimitteln unabdingbare Basis für flächendeckende Apothekenstruktur

v.l.n.r.: Bodo Löttgen, Thomas Preis, Peter Preuß, Dr. Klaus Michels. (Quelle: CDU-Landtagsfraktion NRW)

Die konzernunabhängige persönliche Beratung durch den Freien Heilberuf Apotheker in der öffentlichen Apotheke ist gesundheitspolitisch von herausragender Bedeutung und rechtfertigt die Preisbindung verschreibungspflichtiger Arzneimittel als Waren besonderer Art. Denn damit ist ein Qualitätsanspruch an die fachliche und unabhängige Beratung des Freien Heilberufs Apotheker verbunden, von dem Patienten in besonderer Weise profitieren – während Händler verkaufsorientiert agieren, rät der verantwortungsbewusste Heilberufler bei vorliegenden, potenziell gesundheitsgefährdenden Wechselwirkungen auch vom Arzneimittel ab. Dies ist ein zentrales Ergebnis des gesundheitspolitischen Dialogs des Fraktionsvorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, Bodo Löttgen (MdL), und Peter Preuß (MdL), Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, und der Vorsitzenden der Apothekerverbände Nordrhein, Thomas Preis, und Westfalen-Lippe, Dr. Klaus Michels. Im direkten Austausch nutzten die Verbände am 23.01.2019 im Düsseldorfer Landtag daher auch die Gelegenheit, auf die zwingend notwendige Wiederherstellung der Gleichpreisigkeit im Bereich der verschreibungspflichtigen Arzneimittel hinzuweisen, so wie sie in den aktuell vorgelegten Eckpunkten der Apothekerschaft aufgrund der immer noch vorherrschenden unfairen Wettbewerbsbedingungen eingefordert wird.

Apotheken vor Ort nicht ersetzbar

In einem konstruktiven Dialog herrschte Einigkeit darin, das mittelständische System der flächendeckenden öffentlichen Apotheken mit von Konzerninteressen unabhängigen Freien Heilberuflern auch gemäß NRW-Koalitionsvertrag „als unverzichtbaren Teil der Infrastruktur“ zu stärken. Denn wenn die Anzahl der Apotheken vor Ort weiter schwindet, verlieren die Menschen vor Ort eine vertraute Anlaufstelle, die ein nicht ersetzbarer Garant für die Sicherheit in der Arzneimittelversorgung und den vertrauenswürdigen Umgang mit persönlichen Patientendaten ist. Die Gesprächspartner waren sich einig, dass dies ein nicht zu unterschätzender Wert sei, insbesondere auch in Anbetracht der weiter kontinuierlich steigenden Anzahl von Arzneimittelfälschungen und eines nicht zu kalkulierenden Risikos im Umgang mit persönlichen Daten von unseriösen, kaum zu kontrollierenden Quellen im Internet.