Aus der Region Nordrhein
Dr. Rolf-Günther Westhaus spricht für den Berufsstand
Neuer Pressesprecher löst Peter Barleben ab
Essen - Die Apotheker in Essen haben einen neuen Pressesprecher: Dr. Rolf-Günther Westhaus spricht ab sofort für den Berufsstand, der in der Ruhrmetropole mit rund 160 Apotheken vertreten ist. Der 55-Jährige löst Peter Barleben (68) ab, der dieses Amt seit 1994 inne hatte.
Der gebürtige Münsteraner Westhaus studierte in Erlangen Pharmazie und legte 1990 an der Universität Düsseldorf seine Promotion ab. Gemeinsam mit seiner Frau Sigrid leitet er seit 25 Jahren eine Apotheke im Stadtteil Überruhr. Auch berufspolitisch ist Westhaus seit langem aktiv, unter anderem in verschiedenen Ausschüssen der Apothekerkammer Nordrhein. Besonderes Augenmerk legt der 55-Jährige auf den beruflichen Nachwuchs: An der Staatlich anerkannten Lehranstalt für pharmazeutisch-technische Assistenten in Essen unterrichtet der Apotheker die Fächer Botanik und Drogenkunde. In seinem neuen Amt als Pressesprecher der Apotheker in Essen möchte er wie sein langjähriger Vorgänger Barleben kompetenter Ansprechpartner der Medien vor Ort sein.
Die Apotheke als erste Anlaufstelle in Gesundheits- und Präventionsfragen
Aufgrund ihres niedrigschwelligen Zugangs - ohne Termin und lange Wartezeit - bieten Apotheken bestmögliche Voraussetzungen für Präventionsleistungen. Ein wichtiger Schwerpunkt dabei ist die Diabetes-Prävention. Der Apothekerverband Nordrhein e.V. hat das zum Anlass genommen, um beim „Tag der Gesundheit
im Landtag NRW“ am 06.10.2009 in Düsseldorf die wichtige Funktion der Apotheke bei der Diabetes-Prävention herauszustellen. In seinem Vortrag „Die Rolle der Apotheke bei der Diabetes-Prävention“ wies Apotheker Manfred Krüger vor der Landtagspräsidentin Regina van Dinther und rund 50 Landtags-
Abgeordneten und -mitarbeitern eindringlich darauf hin, warum „Diabetes“ ein wachsendes gesamtgesellschaftliches Problem darstellt und präsentierte dabei auch Lösungsansätze, wie man gegen die Volkskrankheit Nr. 1 vorgehen kann. Die Fakten zur Volkskrankheit Nr. 1 „Diabetes“ sind ernüchternd: Aktuell sind über sieben Millionen Menschen mit Diabetes in Behandlung, etwa ein Drittel ist auf dem Weg dahin (Prädiabetes). Dass es sich hierbei um eine gesamt-gesellschaftliche Herausforderung handelt, verdeutlichen auch die enorm hohen Kosten. „60 Milliarden Euro fallen jährlich an. Das entspricht einem Viertel aller „Gesundheitskosten in Deutschland“, so Manfred Krüger.
Risikofaktoren erkennen
Maßnahmen zur Erkennung der Risikofaktoren sind besonders wichtig. Apotheken bieten u.a. mit „Findrisk-Bögen“ eine Methode an, mit der auf Basis von einfachen Fragen sehr genau das Risiko erkannt werden kann. Überdies, so Krüger, hätten Patienten und Versicherte seit 2005 im Rahmen von „Mini-Checks“ (BMI, Blutdruck, Blutzucker, Gewicht, Cholesterin, Körpergröße) in Apotheken und Arztpraxen die Möglichkeit, ein mögliches Diabetes-Risiko ermitteln zu lassen.
Vertraut, wohnortnah und qualitätsgesichert
Gerade wenn es um die Diabetes-Prävention geht, können die Apotheken heute schon einiges tun, so z.B. im Rahmen einer Ernährungsberatung zur Vermeidung von Fehlernährung bzw. Reduktion von Übergewicht sowie in der Beratung zur Raucherentwöhnung. Für derartige Beratungsleistungen gibt es einen wachsenden Bedarf. Als eine für Patienten und Versicherte vertraute, wohnortnahe und qualitätsgesicherte Anlaufstelle ist es für Apotheken auch eine Chance, dem wachsenden Bedarf mit individuell abgestimmten Präventions-Angeboten zu begegnen.
Prävention stärker als Dienstleistung etablieren
In diesem Zusammenhang wies Manfred Krüger darauf hin, dass es bereits bundesweite Anstrengungen gibt, den Bereich Prävention weiter auszubauen, zu qualifizieren und wissenschaftlich zu evaluieren. Daher müssten
Pilotprojekte unbedingt stärker gefördert werden, weil darüber richtungweisende Erkenntnisse gewonnen werden können für eine weitere
Etablierung des Dienstleistungsangebots im Bereich Prävention: „Flächendeckende, bezahlbare Angebote im Bereich Diabetes- Prävention sind bei der Dimension der sonst zu erwartenden Folgekosten dringend geboten“,
so Krüger.
Gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Auch wenn es positive Ansätze gibt, so kann man Diabetes als gesamtgesellschaftliche Aufgabe nur mit gemeinsamem Handeln bewältigen. Daher wird, so die Einschätzung von Manfred Krüger, lokalen Kompetenz-Netzwerken für Prävention künftig eine besondere Bedeutung zukommen. Hier können Synergien zwischen Hausärzten, Apothekern, Bewegungstherapeuten und dem öffentlichen Gesundheitsdienst vor Ort effektiv genutzt werden.
Volkswirtschaftlich von größter Bedeutung
Staatssekretär Peter Hintze hebt besonderen Wert der inhabergeführten Apotheken hervor
Die Vorsitzende des Apothekerverbandes Bergisch-Land, Marlene Langenberg-Nüsser, machte es ihrem politischen Grußwortredner auf dem Herbstempfang am 15.09.2009 in Solingen vor rund 50 Gästen nicht leicht. Sie konfrontierte Peter Hintze (MdB), Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, frei nach dem Motto der bekannten Fernsehsendung „Hart, aber fair“ mit Fragen, die den Apothekern aktuell unter den Nägeln brennen. So zum Beispiel zu den Themen Freiberuflichkeit, Fremdbesitzverbot, Apothekenpflicht, Kollektivvertragssystem und Bürokratieabbau. Peter Hintze reagierte prompt, legte sein vorgefertigtes Redemanuskript beiseite und kündigte an, gerne spontan und konkret auf die Fragen eingehen zu wollen.
Nach einem kurzen Statusbericht zur gesamtwirtschaftlichen Lage, wo nach seiner Ansicht das Ende der Rezession erreicht, aber die Talsohle noch nicht durchschritten sei, nahm er zunächst das Stichwort „Fremdbesitzverbot“ auf. In diesem Zusammenhang bezeichnete er 2009 als Schicksalsjahr der Apotheken. Schließlich habe der Europäische Gerichtshof im Mai ein Urteil gegen Apothekenketten gesprochen und damit das Modell der inhabergeführte Apotheke, das auch von ihm und der Bundesregierung befürwortet werde, eindeutig bestätigt.
Facettenreiche Funktionen
Hintze hob die zentrale Versorgungsfunktion der Apotheken hervor, betonte aber gleichzeitig, dass die Apotheke darüber hinaus eine „elementare kulturelle und soziale Funktion“ inne habe. Es sei nun mal ein Unterschied, ob man sich in einem x-beliebigen Markt als Kunde einfach etwas aus dem Regal nehmen würde oder mit jemandem spreche, der einen fachlich beraten kann und dazu noch persönlich kennt. Diese Kommunikations-Funktion des Apothekers habe viele Facetten, er sei eben nicht nur Arzneimittelfachmann, sondern eben auch in vielen Fällen Berater für Gesundheitsvorsorge, Seelsorger und manchmal auch Sozialarbeiter. In Anbetracht dieses facettenreichen Funktionsspektrums sei der Wert der Apothekerleistung in einer volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung von größter Bedeutung.
Bürokratie abbauen und Auswüchse im Versandhandel korrigieren
Der Staatssekretär machte abschließend auch auf kritische Rahmenbedingungen aufmerksam, die der Verbesserung bedürfen. Dazu gehöre vor allem der Abbau von unnötiger Bürokratie und eine Korrektur der Auswüchse im Versandhandel. Gleichzeitig sei die Stärkung der Freiberuflichkeit allgemein im Sinne einer „freien Fahrt für Freiberuflichkeit“ unverzichtbar. Dafür wolle er sich im Sinne der inhabergeführten Apotheken einsetzen.
Apotheker-Ärzte-Projekt in Essen für Felix-Burda-Award nominiert
Nicht zuletzt aufgrund der Umsetzung der Rabattverträge wird die enge Zusammenarbeit zwischen Apotheker und Arzt im Sinne einer heilberuflichen Kooperation zum Wohl des Patienten immer wichtiger. Darüber hinaus gibt es aber auch viele andere Bereiche, in denen Apotheker und Ärzte heilberuflich noch enger miteinander kooperieren können. Ein aktuelles Beispiel dafür ist das Projekt „Essener Ärzte und Apotheker für Prävention gegen Darmkrebs“. Das gemeinsame Engagement im Bereich Prävention ist beispielgebend. Das hat auch die Felix-Burda-Stiftung erkannt: Die Jury wählte es aus 48 Bewerbungen aus und nominierte es für den Felix-Burda-Award 2009 in der Kategorie „Public Prevention“. Die Jury würdigte das Projekt wie folgt:
Dr. Rolf-Günther Westhaus, Ulrich Schwier, Apothekerverband Essen-Mülheim-Oberhausen, Prof. Dr. Guido Gerken, Dr. Sebastian Haag, Universitätsklinikum Essen, Prof. Dr. Michael Rünzi, Kliniken Essen Süd, Prof. Dr. Mi-chael Betzler, Alfred-Krupp-Krankenhaus: „Essener Ärzte und Apotheker für Prävention gegen Darmkrebs“
Das Projektteam des Apothekerverbandes startete sowohl für die Bevölkerung als auch für das medizinisch-pharma-zeutische Personal eine Aufklärungskampagne zum Thema Darmkrebs. Die Patienten erhielten von Apotheken Hämoc-cult-Tests, die in Arztpraxen kostenlos ausgewertet wurden. Zudem erfolgte eine Schulung der Apotheker, Ärzte, PTAs und MTAs. Die Jury zeigte sich besonders beeindruckt von dem großen Engagement, mit dem der Apothekerverband die Aktion durchführte und dabei zentrale Erfolgselemente be-rücksichtigte, wie die als vorbildlich betrachtete Vernetzung der Apotheker mit den niedergelassenen Ärzten und die Fort-bildung des Apothekenpersonals. Als vorbildlich wurde auch die Tatsache gewertet, dass ein Konsens erzielt wurde, die Stuhltests während der Aktion kostenfrei an Apothekenkunden abzugeben.
Auch wenn es bei der Verleihung des Felix Burda Awards 2009 am 29.03.09 in Berlin nicht ganz für vordersten Plätze gereicht hat, werteten die Nominierten des Apothekerverbandes Essen/Mühlheim/Oberhausen e.V., Ulrich Schwier und Dr. Rolf-Günther Westhaus, alleine die Teilnahme und Platzierung unter den letzten fünf als vollen Erfolg. Sie sehen darin eine bestmögliche Motivation für die Fortsetzung ihres beispielgebenden Engagements im Rahmen der heilberuflichen Kooperation zur Darmkrebsprävention.
Erste Anlaufstelle für Prävention - Großer Andrang am Apothekerstand
Unter dem Motto „Die Apotheke - Kompetenz rund um Ihre Gesundheit“ hat der Apothekerverband Nordrhein e.V. vom 07. bis 09.11.08 auf der Gesundheits-messe in Essen insbesondere auf das Leistungsangebot der öffentlichen Apotheken im Bereich Prävention hingewiesen. Im Mittelpunkt eines Präventionsschecks standen Blutzucker- und Blutdrucktests. Abgerundet wurde das Angebot am Apothekerstand durch einen Gedächtnis-Parcours, bei dem die Messebesucher ihre geistige Fitness testen konnten.
Eine Vielzahl der rund 41.000 Besucher nutzte das Angebot der Apotheker. Apotheker Dr. Rolf-Günther Westhaus vom Apothekerverband Essen / Mühlheim / Oberhausen e.V., der das Standgeschehen auch in diesem Jahr leitete, zog daher ein äußerst positives Fazit. „Auch in diesem Jahr war der Andrang am Messestand wieder groß. Über 1.000 Messungen wurden an den drei Messetagen durchgeführt. Sicherlich ein Beleg für die hohe Akzeptanz und das große Vertrauen in die öffentliche Apotheke.“
Darmkrebsvorsorge: Apotheker und Ärzte in heilberuflicher Kooperation
Über die Präventionsangebote am Apothekerstand hinaus, haben die Apotheker auf der Gesundheitsmesse gezeigt, dass sie gemäß dem Motto „Die heilberufliche Kooperation mit dem Arzt: auch eine Form von Prävention“ einen wichtigen Beitrag im Bereich Darmkrebsvorsorge leisten können. Bereits im Vorfeld der Gesundheitsmesse wurde die Kooperation zwischen Essener Apothekern und dem Essener Zirkel Darmerkrankungen über gemeinsame Aktionen und Fortbildungen insbesondere zum Thema Darmkrebsvorsorge intensiviert. Auf der Messe moderierte Dr. Rolf-Günther Westhaus Frage- und Diskussionsrunden zum Thema Darmerkrankungen, die auf großes Interesse bei den Messebesuchern stießen.
Gesundheitsparlament zum Thema Pflege
Höhepunkt des letzten Tages der Gesundheitsmesse war das „Gesundheits-parlament“. Die Messebesucher diskutierten mit Gesundheits- und Pflegeexperten das Thema: Pflege in Deutschland - Analyse, Probleme, Perspektiven. Was passiert mit uns, wenn wir auf die Hilfe Dritter angewiesen sind?
Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein e.V. wies darauf hin, dass die öffentlichen Apotheken ihre Kompetenz im Bereich Pflege und häusliche Versorgung aktiv einbringen würden. „Abgesehen von den 250.000 Arzneimittel-Hauslieferungen tagtäglich und einem wachsenden Anteil an älteren Menschen in ihrem häuslichen Umfeld, ist der Apotheker erste Anlaufstelle, wenn es um die Auswahl der richtigen Pflegehilfsmittel geht. Die öffentlichen Apotheken leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Selbsthilfe“, so Preis. Er warnte im Hinblick auf die Ausschreibungen im Hilfsmittelmarkt vor den negativen Folgen für die Versorgungsqualität. Rein betriebswirtschaftlich ausgerichtete Ausschreibungen der Krankenkassen führten dazu, dass Qualität und Patienteninteressen wenn überhaupt nur noch eine untergeordnete Rolle spielten.
Honorarforderung für Hausbesuche
Darüber hinaus verwies Preis auf die zunehmende Bedeutung der öffentlichen Apotheken als letzte Kontrollinstanz vor der Arzneimitteleinnahme und als Pflegehilfsmittelberater hin. Insbesondere im häuslichen Umfeld würde die konkrete Beratung und Information zu Pflegethemen immer mehr auch von Apotheken wahrgenommen. Dabei forderte er, dass zusätzliche qualifizierte Leistungen durch Apotheken, wie z.B. von Hausbesuchen bei bettlägerigen Patienten zwecks Medikations- und Arzneimittelberatung, auch entsprechend honoriert werden müssten. Die Apotheken würden ihren Service hier bedarfsgerecht ausbauen und sähen sich künftig in einer wichtigen Lotsen-Funktion.
Goldmedaillen-Gewinner als Überraschungsgast
Mit rund 60 Gästen feierte der Apothekerverband Bergisch-Land e.V. in der Stadthalle Wuppertal am 22.10. eine gelungene Herbstempfang-Premiere. Neben Sylvia Löhrmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag NRW, war auch Dr. Peter Hintze (MdB), parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, zu Gast. Die Kommunalpolitik war vertreten durch die Bürgermeisterinnen der Städte Wuppertal und Remscheid, Ursula Schulz und Monika Hein, sowie durch Klaus-Jürgen Reese, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion Wuppertal. Als Überraschungsgast wurde der Goldmedaillen-Gewinner Jochen Wollmert für seine herausragenden Leistungen bei den Paralympics in Peking geehrt. Der Solinger ist aktuell sogar erstmalig zur Wahl „Behindertensportler des Jahres“ nominiert worden.
In ihrer Begrüßung machte Marlene Langenberg-Nüsser, Vorsitzende des Apothekerverbandes Bergisch-Land e.V., zunächst deutlich, dass es völlig offen sei, wie der EuGH zum Fremdbesitzverbot entscheiden wird. Sie verwies auf die Stellungnahme der Bundesregierung vom Juli 2007, die einem deregulierten Arzneimittelmarkt eine deutliche Absage erteilt und keinen Apotheker will, der im Interesse von Konzernen maximalen Gewinn anstrebt. Zudem hob Frau Langenberg-Nüsser die verantwortungsvolle Rolle der Apothekerinnen und Apotheker bei der Umsetzung der Rabattverträge hervor. Diese sei immer noch mit hohem Kosten-, Logistik- und Erklärungsaufwand in den Apotheken verbunden. „Trotzdem werden wir uns als Heil- und Freiberufler dafür einsetzen, die sichere und wohnortnahe Arzneimittelversorgung zum Wohle der Patienten im Sinne eines aktiven Verbraucherschutzes langfristig zu gewährleisten“, betonte die Bezirksvorsitzende.
Paralympics-Sieger schilderte Eindrücke seines Finalspiels
Als Überraschungsgast schilderte Jochen Wollmert vom Behindertensport (BS) Solingen, wie er in Peking bei den Paralympics seine Goldmedaille im Tischtennis Einzel von Sydney 2000 erfolgreich verteidigt hat. Rückblickend auf das Finale gegen den Chinesen Chaoqun Ye sind dem Solinger die 8.000 begeisterten Zuschauer noch bestens in Erinnerung. Denn seine Vereinsspiele bestreitet der 43-jährige, der sich erst mit 17 Jahren für den Tischtennissport entschieden hat, ansonsten vor der vergleichsweise überschaubaren Kulisse von maximal 50 Zuschauern. Das Publikum in Peking verhielt sich sehr fair: „Die Zuschauer haben auch bei guten Bällen von mir applaudiert. Das nimmt man natürlich besonders wahr, wenn man in China im Finale gegen einen Chinesen spielt“, erinnert sich der Solinger, der beruflich als Pressesprecher für die Barmer in Wuppertal tätig ist. Ob der nunmehr zweifache Goldmedaillen-Gewinner im Tischtennis-Einzel 2012 in London zum dritten Mal nach dem vergoldeten Edelmetall greifen wird, macht er abhängig von den dann gegebenen Rahmenbedingungen, insbesondere auch von seiner Fitness.
„Apotheker gehören zur Daseinsvorsorge“
In ihrem Grußwort hob die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag NRW, Sylvia Löhrmann vor allem auch die Rolle der Apotheker als freie Heilberufler hervor, der sie als Kunden unabhängig von finanziellen Interessen berät. Demnach sei es für sie wichtig, dass „der Apotheker den Menschen als Menschen sieht und nicht als Träger eines dicken Portemonnaies“. Auch die Angebotsvielfalt und die hohe Kundennähe seien kennzeichnend für die Apotheken und für den Verbraucher sehr wichtig. Insgesamt gehörten Apotheken zur Daseinsvorsorge einfach dazu. Mit Blick auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes zum Fremdbesitzverbot machte die Fraktionsvorsitzende deutlich, dass wenn das Fremdbesitzverbot fallen sollte, Apotheker diese Entscheidung nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Aufforderung zum Mitgestalten ansehen sollten.
Staatssekretär pro inhabergeführte Apotheke
Auch der Wuppertaler CDU-Bundestagsabgeordnete und parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Dr. Peter Hintze, war der Einladung zum Herbstempfang gefolgt. Er bekräftigte gegenüber der Vorsitzenden des Apothekerverbandes Bergisch-Land nochmals deutlich, dass es für ihn, wie auch schon im Vorfeld und während der Beratungen zum GKV-Wettbewerbsstär-kungsgesetz, ohnehin keine Alternative geben würde zur unabhängigen, öffentlichen Apotheke, die inhabergeführt wird durch den freien Heilberufler Apotheker.
Wohnortnahe Versorgung:
Apotheken nehmen schon heute Schlüsselposition ein
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der NRW-Grünen überzeugte sich vor Ort in Krefeld
Krefeld – Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag NRW, Britta Steffens, und Ralf Becker (im Bild links), wissenschaftlicher Mitarbeiter der Landesfraktion, waren am 06.08.08 beim Blick hinter die Kulissen einer Apotheke in Krefeld angenehm überrascht vom Leistungsspektrum und dem hohen Maß an Flexibilität. Besonders positiv wertete Steffens das problemlose Ineinandergreifen der einzelnen Fachdisziplinen im Ärztehaus vor Ort. „Hier sieht man, wie wichtig das persönliche Engagement für die Versorgung der älter werdenden Patienten für die Zukunft ist. Im Quartier, d.h. vor Ort, werden die Gesundheitsprobleme gelöst. Dazu ist das Internet gar nicht in der Lage, weil Gesundheit etwas Persönliches ist, was sich am besten Auge in Auge besprechen lässt.“
Die Apotheke als Lotse und soziale Drehscheibe vor Ort
„Wir arbeiten qualitätsorientiert nach DIN ISO 9000/2001 und fachübergreifend integrativ. Das bedeutet, wir versuchen im Rahmen eines Netzwerkes als eine Art Lotse vor Ort zum Wohl des Patienten tätig zu werden“, berichtete Apotheker Klaus Mellis (im Bild rechts) aus der Praxis. „In unserer Funktion als soziale Drehscheibe vernetzen wir uns immer mehr mit anderen Anbietern, um der immer älter werdenden Bevölkerung das Verbleiben in der häuslichen Umgebung zu ermöglichen.“ So ergänzt zum Beispiel nicht nur eine Psychologische Psychotherapeutin dieses Netzwerk, sondern auch die enge Kooperation mit den Hausärzten im Medizinischen Versorgungszentrum, der Einsatz einer apothekeneigenen Krankenschwester im ambulanten Bereich für das Wundmanagement, die parenteralen und enteralen Versorgungen und den großen Bereich der Hilfsmittelversorgung.
Informationsaustausch für beide Seiten sehr aufschlussreich
„Der Blick hinter die Kulissen einer modernen Apotheke war äußerst erkenntnisreich und für das in der Öffentlichkeit oftmals noch vorherrschende Bild vom verstaubten Apotheker heilsam“, so Ralf Becker. Besonders beeindruckt zeigte er sich von den vielen u.a. bürokratischen Prozessen, die im hinteren, nicht sichtbaren Teil der Apotheke ablaufen.
Zweite Ausgabe erscheint am 29.08.2008
Nachdem die Apotheken im Düsseldorfer Stadtgebiet der ersten Ausgabe von „Sanitas“ im April einen festen Platz eingeräumt hatten, ist es gelungen, in Düsseldorf mit "Sanitas" ein neues Gesundheitsmagazin in Kooperation mit dem Düsseldorfer Anzeiger erfolgreich einzuführen.
Die zweite Ausgabe von „Sanitas“ ist am Freitag, den 29.08.2008, in einer Auflage von 17.000 Exemplaren erschienen.
Themen der aktuellen Ausgabe sind unter anderem Arzneimittelfälschungen, die Paralympics und die fachkundige Beratung der Apotheker für den Weg zur letzten Zigarette.
Apotheker in Nordrhein-Westfalen informieren über Arzneimittelfälschungen
Die Apothekerverbände und Apothekerkammern aus Nordrhein-Westfalen haben den von der ABDA entwickelten Flyer „Gefälschte Medikamente – echte Nebenwirkungen“ in einer Neuauflage an die nordrhein-westfälischen Apotheken verteilt. Grund für die Entwicklung dieses Flyers ist die zunehmende Anzahl gefälschter Arzneimittel, die der deutsche Zoll beklagen muss. Allein im vergangenen Jahr wurden an den EU-Grenzen 4,1 Millionen gefälschte Arzneimittel-Packungen entdeckt. Doppelt so viele wie im Jahr davor. Aufgrund dieser besorgniserregenden Entwicklung haben sich die nordrhein-westfälischen Apothekerorganisationen zu der Informationskampagne entschlossen.
Aktiver Verbraucherschutz in Apotheken
Der Flyer soll die Verbraucher darüber informieren, was an einem Medikament gefälscht sein kann, woran man Fälschungen erkennt und wie man sich am besten davor schützt. Besonders auf die Gefahr bei Medikamentenbestellungen aus dem Internet, undurchsichtigen Versandhändlern und gefälschten Gütesiegeln wird hingewiesen.
Der Flyer stärkt die heilberufliche Kompetenz des Apothekers / der Apothekerin vor Ort und gibt dem Verbraucher zudem die Möglichkeit, die Apotheke als erste Anlaufstelle bei wichtigen Arzneimittelfragen zu nutzen und sich von der Wichtigkeit der persönlichen Beratung überzeugen zu lassen.
Apotheker im Kreis Kleve spenden 2.000 Euro
Am 18.06.2008 konnten Apotheker aus dem Kreis Kleve insgesamt 2000,- € an den Förderverein der Kinderabteilung des St. Antonius-Hospitals in Kleve im Zuge der Aktion „Sicherer Schlaf für mein Baby“ übergeben. Neun Klever Apotheken (Adler-Apotheke, Altrhein-Apotheke, Annen-Apotheke, Flora-Apotheke, Lohengrin-Apotheke, Marien-Apotheke, Markt-Apotheke, Sonnen-Apotheke und Wasserburg-Apotheke) hatten sich spontan zusammengeschlossen, um die „Schlafsackaktion“ des Fördervereins zu unterstützen.
Von dem gespendeten Geld konnten die ersten 100 Schlafsäcke finanziert und damit ein wichtiger Beitrag geleistet werden, den Schlaf von Babys sicherer zu machen.
Der Förderverein wurde 1999 von Betroffenen aus der Not heraus gegründet, um eine Mitaufnahme der Eltern in der Kinderklinik Kleve durch Elternbetten zu verbessern.
Über die Spende hinaus haben die Apotheken aber auch an der Aufklärung über die Risikofaktoren zum plötzlichen Kindstod auf breiter Basis teilgenommen. Zu diesem Zweck wurde Informationsmaterial in den teilnehmenden Apotheken ausgelegt oder konnte dort erfragt werden.
Bereits vor zwei Jahren hatten das Gesundheitsministerium und die Apotheker in NRW eine gemeinsame Initiative zur gesundheitlichen Prävention gestartet. Im Zuge der Aktion „sicherer Schlaf für mein Baby“ wurden werdende Eltern über Risikofaktoren des Plötzlichen Kindstodes informiert. Aufgrund der aktiven Beteiligung der Landesapothekerverbände Nordrhein und Westfalen-Lippe unterstützten rund 4.300 Apotheken die Aktion zu einem so wichtigen, aber häufig unterschätzten Thema.
Im April dieses Jahres hat das Landesgesundheitsministerium eine Babyschlafsack-Kampagne ins Leben gerufen. Die Startveranstaltung für die landesweite Kampagne fand unter Beisein von NRW-Gesundheitsminister Laumann am 23.04. in Köln vor 150 Vertreterinnen und Vertretern aus Klinik, Praxis, Geburtshilfe und Öffentlichem Gesundheitsdienst statt.
Bergische Apothekertage stehen im Zeichen von Verbraucher- und Patientenschutz
Gesundheitschecks und mehr
Die Bergischen Apothekertage am 31.05.2008 in den Clemens Galerien in Solingen, am 07.06.2008 auf dem von-der-Heydt-Platz in Wuppertal und am 14.06.2008 vor dem Allee Center in Remscheid stehen ganz im Zeichen des Verbraucher- und Patientenschutzes. Unter dem Motto „Wir sind Arzneimittel – mit Sicherheit“ stellen die Apothekerinnen und Apotheker mit diesen Aktionstagen im Bergischen Land unter Beweis, dass die Apotheke vor Ort der wichtigste Vertrauenspartner eines jeden Verbrauchers und Patienten ist, wenn es um Gesundheit und die sichere und schnelle Versorgung mit Arzneimitteln geht. So sind alle Bürger an diesen Apothekentagen herzlich eingeladen, sich das breite Servicespektrum jeder wohnortnahen Apotheke wie Blutdruck-, Blutzucker-, Cholesterinmessung, Ermittlung von Bodymaßindex und Körperfett und Raucherentwöhnungsberatung demonstrieren zu lassen. Denn Arzneimittelsicherheit bedeutet Schutz vor Fehlinformation, Fehlmedikation und vor allem vor Arzneimittelfälschungen!
„Jüngste Beispiele von Zoll, Kriminalbehörden, EU-Kommission und Weltgesundheitsorganisation lösen viele Fragen zur sicheren Arzneimittelversorgung bei unseren Kunden aus“, weiß Marlene Langenberg-Nüsser, Vorsitzende des Apothekerverbandes Bergisch-Land e.V.: „Wir nehmen die Bergischen Apothekertage daher auch zum Anlass, um die Kunden darüber zu informieren, dass die Arzneimittelversorgung aus einer deutschen Apotheke sicher ist. Bei illegalen und international operierenden Internetversendern hingegen sind bis zu 50 Prozent der versendeten Medikamente gefälscht, und da bleiben Gesundheit und Sicherheit auf der Strecke!“ so Langenberg-Nüsser weiter.
Bergische Apothekertage auf einen Blick:
- Am Samstag, 31. Mai von 10 bis 16 Uhr
(in den Clemens Galerien in Solingen) - Am Samstag, 07. Juni von 10 bis 16 Uhr
(auf dem von-der-Heydt-Platz in Wuppertal) - Am Samstag, 14. Juni von 10 bis 16 Uhr
(vor dem Alleecenter in Remscheid)
Die T-Shirts zur Aktion (s. Foto) können zum Selbstkostenpreis von 10,00 € beim Apothekerverein Bergisch Land unter der Faxnummer 0212-3802107 bestellt werden und sind natürlich auch nach den Bergischen Apothekertagen in Ihrer Apotheke einsetzbar!
Apotheker diskutierten mit und koordinierten Gesundheitsmarkt vor Ort
Gesundheitsexperten aus dem medizinischen, pharmazeutischen sowie politischen Bereich diskutierten am 21. Mai im Essener Haus der Technik, ob die moderne Diabetestherapie auf dem Abstellgleis steht. Interessierte und Betroffene konnten kostenlos an der Veranstaltung teilnehmen, zu der der Deutsche Diabetiker Bund und das Portal Wissen-Gesundheit.de eingeladen hatten.
Die ehemalige Bundesministerin für Gesundheit, Andrea Fischer, führte durch die Diskussion, an der folgende Gesundheitsexperten teilnahmen:
- Apotheker Thomas Preis (Vorsitzender Apothekerverband Nordrhein e.V.).
- die Patientenvertreter Heinz Windisch (Bundesvorstand des Deutschen Diabetiker Bund) und Martin Hadder (Vorsitzender Deutscher Diabetiker Bund Landesverband NRW)
- Dr. Ludwig Merker (Diabetologe und Nephrologe)
- Dr. Stefan Romberg (Gesundheitspolitischer Sprecher der FDP Landtagsfraktion NRW)
- Heike Gebhardt (Gesundheitspolitische Sprecherin der SPD Landtagsfraktion NRW)
- Dr. Leonhard Hansen (Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein)
- Hans Eich (Geschäftsführer der BARMER Ersatzkasse Essen)
Thomas Preis verwies u.a. auf die wichtige Rolle von Apothekern im Umgang mit der Volkskrankheit Diabetes. Nicht nur die persönliche Betreuung der Diabetes-Patienten in enger Abstimmung mit dem behandelnden Arzt sei hier von Bedeutung, sondern bereits bei der Prävention von Diabetes-Erkrankungen seien die Apotheker aktiv.
Apotheker Dr. Rolf-Günter Westhaus vom Apothekerverband Essen/Mühlheim/Oberhausen e.V. koordinierte den Gesundheitsmarkt vor Ort und führte Blutzucker- und Blutdruckmessungen bei den interessierten Teilnehmern durch.
Düsseldorfer Anzeiger und Apothekerverband Nordrhein e.V. vereinbaren exklusive Partnerschaft
Um dem komplexen wie facettenreichen Themenfeld Gesundheit ein neues, frisches und lesenswertes Forum zu bieten, hat der Düsseldorfer Anzeiger in enger Kooperation mit dem Apothekerverband Nordrhein das Gesundheitsmagazin „Sanitas“ entwickelt. Redaktionelle Themenschwerpunkte bilden die Bereiche Gesundheit, Vorsorge, Nachsorge sowie Sport und Fitness. In Abgrenzung zu anderen Publikationen mit ähnlichen inhaltlichen Schwerpunkten, werden die Themen von der Redaktion gezielt lokal, auf die Region Düsseldorf, ausgerichtet.
Neben der ersten Ausgabe von „Sanitas“ im April sind weitere Ausgaben für August und November geplant. Das Sonderheft erscheint in einer Auflage von 17.000 Exemplaren und ist in den Apotheken im Düsseldorfer Stadtgebiet kostenlos erhältlich.
Am 9.02.2008 wurde der PTA-Förderpreis bereits zum fünften Mal verliehen.
Die Gewinne wurden durch die stellvertretende Vorsitzende des PTA-Fördervereins Nordrhein e.V., Frau Dr. Petra Herrmann, im Rahmen der PTA Fortbildungsveranstaltung „Berate aktiv Kunden – Das Top-System für eine kundenorientierte Beratung“ an der staatlich anerkannten Lehranstalt für Pharmazeutisch-technische Assistenten am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Duisburg überreicht.
Der erste Preis ging an die Pharmazeutisch-Technische-Assistentin (PTA) Melanie Rekowski (ausbildende Apotheke: Marien-Apotheke, Krefeld). Mit dem 2. Preis prämiert wurde Anne Katrin Bisek (Rosen-Apotheke, Wuppertal). Die vier dritten Preise gingen an Deborah Janssen (Bären-Apotheke, Goch), Meike van Eykels (Dorf-Apotheke, Goch, und Apotheke im EOC, Kleve), Marika von Haeff (Apotheke der Rheinischen Kliniken Viersen) und Mona Verheyen (Hans-Apotheke, Krefeld).
Die Preisträgerinnen wurden für ihre außergewöhnlichen Leistungen bei der inhaltlichen Gestaltung der im Rahmen der Ausbildung angefertigten Arbeitstagebücher ausgezeichnet. Von den sechs Preisträgerinnen wurden je drei in der PTA Lehranstalt in Duisburg und in der PTA-Schule in Krefeld ausgebildet. „Die Aufgaben der PTAs in den öffentlichen Apotheken werden immer umfangreicher und damit auch immer wichtiger. Gerade im Rahmen von individuell hergestellten Rezepturen, der Prüfung von Ausgangssubstanzen im Apothekenlabor und der Beratung in der Selbstmedikation ist qualifiziertes Engagement der PTAs in der öffentlichen Apotheke unverzichtbar. Um dabei die Kompetenz der PTAs in der Beratung zu optimieren, haben wir in Kooperation mit der Thomae Akademie und dem pia kolleg für pta bei Boehringer Ingelheim, die auch den ersten Preis für den Förderpreis gestiftet haben, diese Veranstaltung für PTAs angeboten.
Die gute Resonanz auf die Fortbildung mit 160 TeilnehmerInnen, wovon sich noch ca. 80 in dem letzten Ausbildungsjahr befinden, hat dabei gezeigt, dass den nachkommenden und bereits ausgebildeten PTAs bewusst ist, wie wichtig eine gute persönliche Beratung des Kunden ist. Nur durch eine fachlich kompetente und persönliche Beratung des Kunden wird und kann sich die Apotheke vor Ort von den Angeboten im Versandhandel abgrenzen,“ so Frau Dr. Herrmann.
„Ein besonderer Dank gilt den Sponsoren, der Thomae Akademie und dem pia kolleg für pta bei Boehringer Ingelheim, dem BVpta/Wipta sowie der Norwima mbH, die den PTA-Förderverein Nordrhein e.V. mit den Preisen für den Förderpreis unterstützt haben“, ergänzt Frau Dr. Herrmann.
Der PTA-Förderverein Nordrhein e.V. hat den Förderpreis für etwa 1000 Schülerinnen und Schüler der PTA-Lehranstalten in Nordrhein in Zusammenarbeit mit den insgesamt sieben PTA Lehranstalten in Nordrhein bereits zum fünften Mal ausgeschrieben. Aufgrund der erfolgreichen Durchführung und dem starken Interesse der PTAs wurde der Förderpreis auch für das nächste Jahr ausgeschrieben.
Apotheker machten Prävention erlebbar
Mit dem 1. Europäischen Präventionstag wurde am 25.11.07 in Bonn eine Initiative gestartet, um einen breiten wissenschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Dialog zum Entwicklungsbedarf von Prävention und Gesundheitsförderung in Europa anzustoßen. Apotheker vor Ort haben nicht nur in verschiedenen Podiumsdis-kussionen Stellung bezogen, sondern waren mit einem eigenen Stand vertreten.
Bereits in seiner Grundsatzrede ließ EU-Vizepräsident und Schirmherr des 1. Europäischen Präventionstages Günter Verheugen keinen Zweifel aufkommen: „Prävention ist gesundheits- und wirtschaftspolitisch die richtige Entscheidung.“ Aus diesem Grund hat die EU Initiativen gestartet, die nicht nur das Thema Prävention europaweit voranbringen, sondern auch die vielen kleineren und mittleren Betriebe fördern und im Wettbewerb stärken sollen.
Um das Thema Prävention einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen, wurden diverse Podiumsdiskussionen veranstaltet. Daran haben Apotheker aktiv teilgenommen und auf die wichtige Rolle der Apotheken als eine erste wichtige Anlaufstelle bei diesem Thema für Patienten und Versicherte hingewiesen. So machte ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf an konkreten Beispielen wie z.B. Diabetes deutlich, dass Apothekerinnen und Apotheker Verbrauchern schon jetzt vielfältige Leistungen im Bereich der Prävention anbieten.
Demografischer Wandel: Herausforderung und Chance
In einer weiteren Podiumsdiskussion zum Thema "Alterspyramide auf den Kopf gestellt: Antworten auf den demografischen Wandel", betonte Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein e.V., dass die Bedeutung der öffentlichen Apotheken in Anbetracht signifikanter demografischer Veränderungen weiter zunehmen werde. Schon heute würden viele öffentliche Apotheken auf Senioren zugeschnittene Dienstleistungen, wie zum Beispiel einen Arzneimittel-Lieferservice, anbieten. Mit Blick auf die ständig steigende Zahl von pflegebedürftigen Menschen könne ein wichtiger Ansatz künftig darin bestehen, ein bedarfsgerechtes Leistungsangebot in der häuslichen Versorgung zu schaffen, das - in Kooperation mit weiteren Leistungserbringern und Kostenträgern - dazu beiträgt, dass ältere Menschen so lange wie möglich in ihrem vertrauten häuslichen Umfeld verbleiben können, so Preis weiter. Schon heute werden drei Viertel der zwei Millionen Pflegefälle im häuslichen Umfeld gepflegt. Nur mit ortsnahen Apotheken im Verbund mit Hausärzten und Pflegeeinrichtungen kann diese Herausforderung unserer Gesellschaft gelöst werden.
Prävention braucht starke Apotheken
Der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder (MdB), stellte im Rahmen der Podiumsdiskussion zum demografischen Wandel fest, dass Apotheken heute mehr seien als Abgabestationen für Medikamente. Mit Blick auf Prävention würden starke Apotheken gebraucht, die das Thema weiter vorantreiben. Dass das Geschäftsmodell der öffentlichen, unabhängigen Apotheke stellenweise in Frage gestellt wird, stieß bei Mißfelder insbesondere vor diesem Hintergrund auf Unverständnis.
Präventionscheck am Informationsstand
Mit der Frage: „Sind Sie ein Apfel- oder Birnentyp?“ haben die Mitarbeiter am Apothekerstand die Besucher überrascht und zu einem Präventionscheck am Stand eingeladen. Dabei konnten die Besucher u.a. ihre Blutzuckerwerte und ihre Körperfettwerte messen sowie ihren Body-Mass-Index bestimmen lassen. Ein Diabetes-Risikocheck wurde ebenfalls angeboten. Dr. Markus Reiz, Vorsitzender des Apothekerverbandes Bonn-Rhein-Sieg e.V., zeigte sich insgesamt zufrieden mit der Teilnahme am 1. Europäischen Präventionstag: „Wir haben mit unserer Teilnahme gezeigt, dass die öffentliche Apotheke aktive Beiträge im Bereich Prävention leistet. Ziel war es, diese erlebbar zu machen. Das ist gelungen.“
Gesünder mit dem roten A
Großer Andrang am Apothekerstand / Im Rahmen eines Bürgerforums wurde das Thema Pflege diskutiert
Die Apotheker in Nordrhein waren in diesem Jahr unter dem Motto „Die Apotheke - Kompetenz rund um Ihre Gesundheit“ auf der Gesundheitsmesse in Essen vertreten, die vom 01. bis 04.11.07 stattfand. Beim Messeauftritt wurde auf das umfassende Leistungsangebot der öffentlichen Apotheken hingewiesen und die Gesundheit der Messebesucher auf den Prüfstand gestellt. Der Andrang am Apothekerstand war groß.
Im Mittelpunkt des Gesundheitschecks standen kostenlose Blutzucker- und Blutdrucktests sowie Venenmessungen. Abgerundet wurde das Angebot am Apothekerstand durch einen Gedächtnis-Parcours, bei dem die Messebesucher ihre geistige Fitness testen konnten. Eine Vielzahl der rund 50.000 Besucher nutzte das Angebot der Apotheker. Dr. Rolf-Günther Westhaus, der das Standgeschehen auch in diesem Jahr leitete, zog daher ein äußerst positives Fazit. „Auch in diesem Jahr war der Andrang am Messestand wieder enorm. Knapp über 2.000 Messungen wurden am Stand durchgeführt. Sicherlich ein Beleg für die hohe Akzeptanz für und das große Vertrauen in die öffentliche Apotheke. Das hautnah mitzuerleben, ist immer wieder eine besondere Erfahrung.“
Bürgerforum zum Thema Pflege: Apotheker als Berater, Kontrollinstanz und Lotse
Auf dem „Gesundheitsparlament“ am 04.11.07 diskutierten die Messebesucher mit Gesundheits- und Pflegeexperten das Thema: „Pflege im Alter: Wird die Pflege in Deutschland selbst ein Pflegefall?“ Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein e.V. wies darauf hin, dass die öffentlichen Apotheken ihre Kompetenz im Bereich Pflege und häusliche Versorgung aktiv einbringen würden. Abgesehen von den 250.000 Arzneimittel-Hauslieferungen tagtäglich und der wachsende Anteil an ältere Menschen in ihrem häuslichen Umfeld sei der Apotheker bereits erste Anlaufstelle, wenn es um die Auswahl der richtigen Pflegehilfsmittel gehe. Er leiste die so wichtige Hilfe zur Selbsthilfe.
Darüber hinaus machte Preis deutlich, dass die Bedeutung der öffentlichen Apotheken als Kontrollinstanz für Arzneimittel, aber auch als Pflegehilfsmittelberater weiter zunehmen werde. Die Apotheken würden ihren Service hier bedarfsgerecht ausbauen und sähen sich künftig in einer wichtigen Lotsen-Funktion zwischen Arzt, Pflegeheim, Klinik und dem Patienten. Dabei würde die konkrete Beratung und Information zur Pflege immer mehr die Aufgabe der Apotheken als Vollversorger. Abschließend ließ er keinen Zweifel daran, dass die öffentlichen Apotheken ihren Beitrag leisten, damit die Pflege nicht zum Pflegefall wird!
Apothekerverband und Apothekerkammer mit gemeinsamem Stand vertreten
Am 13. Oktober 2007 luden das Universitätsklinikum Düsseldorf, die Düsseldorfer Diabetesärzte und der Deutsche Diabetiker Bund NRW zum 5. Düsseldorfer Diabetes-Forum ein. Apothekerkammer und Apothekerverband Nordrhein waren gemeinsam auf der Patienten-Informationsveranstaltung, die in der Handwerkskammer Düsseldorf stattfand, mit einem Stand vertreten.
In insgesamt 18 Vorträgen informierten die Veranstalter umfassend über den Diabetes mellitus, seine Folgeerkrankungen und den täglichen Umgang mit Diabetes. Im Ausstellerfoyer konnte man sich zwischen den Vorträgen persönlich von zahlreichen Experten beraten lassen. Am Stand der Apotheker hatten die Besucher die Möglichkeit, Ihren Blutzucker, Blutdruck sowie den Body-Mass-Index (BMI) bestimmen zu lassen. Ein Großteil der knapp 1.000 Besucher nutzte diese Gelegenheit. Die Messungen wurden auf einem Bogen eingetragen, den die Patienten im Falle kritischer Werte ihrem Hausarzt vorzeigen können. Zudem standen die Apotheker natürlich für Fragen rund um die Diabetestherapie zur Verfügung.
Nicht zuletzt die große Resonanz der Besucher am Apothekerstand hat gezeigt, dass die öffentliche Apotheke auch als Ort der aktiven Prävention eine immer wichtigere Rolle spielt.
Willi Zylajew besuchte einen Tag lang Vereine, Einrichtungen und Unternehmen in Pulheim
Um Gesundheitspolitik ging es am 07. Juni 2007 beim Besuch von Willi Zylajew (MdB) in der Martinus-Apotheke in Geyen. Apotheker Martin Wippermann und der Vorsitzende des Apothekerverbandes Nordrhein, Thomas Preis, erläuterten die Auswirkungen der Gesundheitsreform auf eine Apotheke wie die Martinus-Apotheke. Es habe sich gezeigt, dass es in manchen Fragen noch Regelungsbedarf gebe, so Wippermann. Willi Zylajew meinte darauf, dass er die Verantwortlichen in der Unionsfraktion darauf hinweisen werde, um Verbesserungen zu erreichen. In der Diskussion zeigte sich Willi Zylajew als überzeugter Streiter für die Interessen der heimischen Wirtschaft und Selbstständigen: "Die Apotheken in unserem Land sind das beste Beispiel, wie auf der Grundlage eines freiberuflichen Systems die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung sichergestellt wird und welche positiven Auswirkungen das auf die heimische Beschäftigungssituation hat."
Die vollständige Pressemitteilung der CDU Pulheim lesen sie hier.
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