News
Vorstand überzeugend im Amt bestätigt
Am 11. Mai hat die Mitgliederversammlung des Apothekerverbandes Nordrhein e.V. den Vorstand neu gewählt. Mit großer Mehrheit wurde Thomas Preis als Vorsitzender des Vorstandes im Amt bestätigt und tritt damit sein 13. Amtsjahr an. Preis leitet seit 1990 die Alpha-Apotheke in Köln und ist seit 1999 auch Vorsitzender des Apothekerverbandes Köln. Darüber hinaus ist er seit 2006 stellvertretender Vorsitzender des Verbandes Freier Berufe (VFB NW) im Lande Nordrhein-Westfalen, wo er im letzten Jahr ebenfalls im Amt bestätigt wurde. Seit 2009 ist er Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand des Deutschen Apotheker Verbandes (DAV).
„Der neu gewählte Vorstand wird an seine bisherige Arbeit nahtlos anknüpfen und den Verband als kompetenten Dienstleister für selbstständige Apotheker in Nordrhein mit leistungsfähigen und modernen Strukturen weiterentwickeln. Dabei können wir unsere Aktivitäten auf ein solides und zukunftsorientiertes
Fundament gründen. Stellvertretend dafür steht der gleichbleibend sehr hohe Mitgliederbestand sowie ein serviceorientiertes Dienstleistungsspektrum; ein aktuelles Beispiel dafür ist die neu eingerichtete Clearingstelle, die bei den Mitgliedern bereits auf sehr positive Resonanz stößt“, so Preis.
Auf Landes- und Bundesebene werde man sich kurzfristig weiter aktiv dafür einsetzen, die aktuell durch das AMNOG ausgelösten schwierigen wirtschaftlichen und gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen zu verbessern, so Preis weiter. Mittel- und langfristig sei es wichtig, die öffentliche Apotheke mit dem Apotheken-A als Marke noch mehr als bisher zu stärken und als unverzichtbare Anlaufstelle für die individuelle Arzneimittel-, Gesundheits- und Präventionsversorgung vor Ort weiter zu etablieren.
Werner Heuking (Dinslaken), seit nunmehr 20 Jahren eine feste Größe in der Berufspolitik der nordrheinischen Apotheker, wurde wiederum zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Doris Schönwald (Essen) wurde als Schatzmeisterin bestätigt, ebenso wie Klaus Mellis (Krefeld) als Schriftführer. Als Beisitzer wieder gewählt wurden Sebastian Berges (Köln) und Regine Borghoff
(Wuppertal).
Dr. Claus Breuer (Würselen) trat auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Wahl an. Vorstand und Mitgliederversammlung dankten ihm für sein herausragendes
12-jähriges ehrenamtliches Engagement im Vorstand des AV Nordrhein. Als Nachfolger ist Dr. Markus Reiz (Bornheim) neu in den Vorstand gewählt worden. Reiz gehört bereits seit 11 Jahren als Vorsitzender des Apothekerverbandes
Bonn-Rhein-Sieg dem Beirat des Apothekerverbandes Nordrhein e.V. an.

Der überzeugend im Amt bestätigte Vorstand des
Apothekerverbandes Nordrhein e.V.: (v.l.n.r.):
Dr. Markus Reiz (Beisitzer), Doris Schönwald
(Schatzmeisterin), Thomas Preis (Vorsitzender),
Werner Heuking (stv. Vorsitzender), Klaus Mellis
(Schriftführer), Regine Borghoff (Beisitzerin),
Sebastian Berges (Beisitzer).
20 Millionen Grüne Rezepte
Seit Anfang 2004 kooperieren die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein und der Apothekerverband Nordrhein bei der Bereitstellung von „Grünen Rezepten“ an die Praxen. Rund 2,5 Millionen dieser Rezepte jährlich stellen die niedergelassenen Ärzte in Nordrhein aus; Ende 2011 summiert sich dies auf 20 Millionen Rezepte.
Auf den Grünen Rezepten verordnen die niedergelassenen Ärzte seit 2004 nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel. Diese Präparate dürfen die gesetzlichen Kassen bei Erwachsenen nur noch in Ausnahmefällen bezahlen. „Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel sind wichtiger Bestandteil einer wirksamen Therapie“, sagt Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein. Im Zuge der Kooperation mit der KV Nordrhein sei es über die Jahre hinweg gelungen, das Bewusstsein der Patienten dafür zu schärfen und mehr Ärzte zum Einsatz des Grünen Rezepts zu motivieren, so Preis.
Eine Vielzahl Arzneien müssen Versicherte also selbst bezahlen: von der entzündungshemmenden Salbe bis zum pflanzlichen Präparat gegen Schwindel und Gedächtnisprobleme. Fast alle pflanzlichen Mittel sind von dieser Vorgabe betroffen. Dabei zeichnen sich diese Präparate in der Regel durch gute Verträglichkeit aus. Ein Grünes Rezept dient vor allem zwei Zielen:
- Es informiert den Patienten, dass die Anwendung des so verordneten Medikamentes zwar medizinisch sinnvoll ist, die Kosten jedoch nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden.
- Es dient als Merkhilfe für den Patienten bezüglich Name, Wirkstoff- und Packungsgröße.
Die Patienten müssen die Kosten für das Produkt selber tragen. „Häufig sind die Präparate jedoch günstiger, als eine Zuzahlung von fünf bis zehn Euro bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln“, erläutert Dr. Peter Potthoff, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. Ein weiterer Vorteil des Grünen Rezepts: Sollten Patienten ihre persönliche Belastungsgrenze überschritten haben, können sie das Grüne Rezept bei der Einkommenssteuererklärung
als Quittung einreichen und somit eine außergewöhnliche Belastung nachweisen.
Das Grüne Rezept entwickelt haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung, der Deutsche Apothekerverband, der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller und der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie. Die Gestaltung des Rezeptes orientiert sich an dem bekannten Rezeptvordruck (Muster 16), das den Versicherten bekannt ist – mit einem wesentlichen Unterschied: Es ist grün.
Preis fordert Korrektur des AMNOG
Auf dem 3. Zukunftskongress öffentliche Apotheke hat der Vorsitzende des Apothekerverbands Nordrhein, Thomas Preis, die Bundesregierung aufgefordert, beim Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) nachzubessern. In seiner Begrüßung und in der gesundheitspolitischen Diskussion richtete er einen deutlichen Appell an die Politik. Dabei forderte er unter anderem:
- Konstruktionsfehler beim AMNOG hinsichtlich des Sparbeitrags des Großhandels, der offensichtlich an die Apotheken abgewälzt wird, zu beseitigen.
- Bei den Packungsgrößen muss wieder Abgabesicherheit im Sinne von Patienten, Ärzten und Apothekern hergestellt werden.
- Bei der Mehrkostenregelung muss klargestellt werden, dass der Patient alternativ zu den kassenbestimmten Einheitsmedikamenten tatsächlich sein Wunscharzneimittel frei wählen kann.
- Entlastung der Apotheker von der zunehmenden Bürokratisierung.
- Den Auswüchsen des Versandhandels muss ein Ende gesetzt und das Betreiben von Pickup-Stellen - wie politisch zugesagt - untersagt werden.
Nach der finanziellen Sanierung des GKV-Systems und der Neuordnung des Arzneimittelmarktes hat Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) auf der 16. Handelsblatt Jahrestagung Health für das kommende Jahr neue Reformschritte...
Nach der finanziellen Sanierung des GKV-Systems und der Neuordnung des Arzneimittelmarktes hat Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) auf der 16. Handelsblatt Jahrestagung Health für das kommende Jahr neue Reformschritte angekündigt. Bei der beabsichtigten Stärkung der Prävention sollen Apotheker eine wichtige Rolle spielen. Rösler: „Die Apotheker mit ihren 4 Millionen Patientenkontakten täglich haben dazu die notwendige Autorität. Der Apotheker ist nicht nur Händler, sondern auch Heilberufler.“ (Quelle: DAZ)
Apotheken-Service mit Note 1
Berlin - Die Apotheken sind die beliebtesten Dienstleister in Deutschland. Dies ist das Ergebnis einer Kurzerhebung der Kommunikationsagentur Faktenkontor. 1000 Bundesbürger waren befragt worden, in welcher Branche sie die Servicequalität als „sehr gut“ einschätzen. Die Apotheken konnten die meisten Stimmen holen – 40 Prozent der Befragten gaben die Note 1. [mehr auf www.apotheke-adhoc.de]
Seminare
28.02.12 10:00
QMS-Grundlagenschulung
In diesem Seminar erhalten die Teilnehmer wichtige Informationen für die...



